CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

Unternavigation

Funktionen für die Darstellung

Schriftgröße:
Darstellung:

Seitenpfad

17.08.1938

Zweite Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen

Juden, die keinen Vornamen haben, der in einer vom Innenministerium herausgegebenen Liste als jüdischer Vorname angeführt ist, müssen ab 1. Januar 1939 als zusätzlichen Vornamen den Namen "Israel" (für männliche Personen) oder "Sara" (für weibliche Personen) annehmen. (RGBl I, S. 1044)

22.08.1938

Eine Ausländerpolizeiverordnung regelt die Möglichkeit für Ausländer, die Erlaubnis zum Aufenthalt im Reichsgebiet zu erhalten, wenn sie nach ihrer Persönlichkeit und dem Zweck ihres Aufenthalts im Reichsgebiet die Gewähr dafür bieten, daß sie der ihnen gewährten Gastfreundschaft würdig sind. Die VO droht das Erlöschen der Aufenthaltserlaubnis an, "wenn der Ausländer seine Staatsangehörigkeit wechselt oder verliert".

Die Maßnahme stellt insbesondere eine Reaktion auf das polnische Ausbürgerungsgesetz vom 31. März dar. (RGBl I, S. 1953)

24.08.1938

Richtlinien des Reichssportamts für die Betätigung jüdischer Sportvereine

Die Errichtung besonderer jüdischer Sportplätze ist der Vermietung öffentlicher Sportplätze vorzuziehen. Jede Berührung zwischen jüdischen und deutschen Sportlern oder deutschem Publikum ist zu verhindern. (Walk, S. 238)

26.08.1938

Gründung der Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien, deren Leitung Adolf Eichmann übernimmt.

29.08.1938

Schweiz

Nach Verhandlungen sagt Deutschland in einer Note zu, die Ausreise von Juden aus Österreich in die Schweiz zu verhindern. Diese Zusicherung reicht der Schweizer Regierung jedoch nicht aus. Am 31. August teilt sie ihre Absicht mit, das schweizerisch-deutsche Paß- und Visumabkommen zu kündigen. (ADAP, Serie D, Bd. V, Nr. 643 Fußnote und ADAP, Serie D, Bd. V, Nr. 643 Fußnote)

31.08.1938

Goebbels Tagebuch

"Helldorff (Polizeipräsident) gibt Bericht über seine weiteren Judenaktionen. Die gehen planmäßig vor sich. Viele Juden sind bereits aus Berlin ausgewandert. Aufstellung der Vermögen der Berliner Juden: es gibt noch so viele reiche Leute und mehrfache Millionäre darunter, daß Mitleid hier ganz fehl am Platze wäre. Wir werden also die Aktion fortsetzen." (Fröhlich I, Bd. 3, S. 523)