CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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25.07.1938

Vierte Verordnung zum Reichsbürgergesetz

Die Zulassungen aller jüdischen Ärzte erlöschen am 30. September 1938. Danach können jüdische Ärzte nur noch (in Ausnahmefällen und mit widerruflicher Genehmigung des Reichsinnenministers) als 'Krankenbehandler' für Juden tätig sein. Dienstverträge mit jüdischen Ärzten können zum 31. Dezember 1938 gekündigt werden. Mietverhältnisse mit jüdischen Ärzten können vorzeitig (zum 30. September 1938) gekündigt werden. (RGBl I, S. 969)

Goebbels Tagebuch

Er habe mit Hitler u.a. über "die Judenfrage" gesprochen. "Der Führer billigt mein Vorgehen in Berlin. Was die Auslandspresse schreibt, ist unerheblich. Hauptsache ist, daß die Juden hinausgedrückt werden. In 10 Jahren müssen sie aus Deutschland entfernt sein. Aber vorläufig wollen wir die Juden noch als Faustpfand hierbehalten. Auch Italien schwenkt da in unsere Linie ein. Mussolini ist von Anlage aus Antisemit. Er konnte das früher nur schwer bestätigen. Jetzt hat er uns als Bundesgenossen. Jetzt geht auch er radikal dagegen vor. Sieht in den Nachteilen, die der Welt aus dem Antisemitismus entspringen, nun auch die Vorteile." (Fröhlich, I.3, S. 490)

27.07.1938

Erlaß des Reichsinnenministers

Soweit dies noch nicht geschehen ist, sind sämtliche nach Juden und jüdischen Mischlingen ersten Grades benannten Straßen unverzüglich umzubenennen. (Walk, S. 235)

Goebbels Tagebuch

"Helldorff überreicht mir eine Aufstellung der in Berlin gegen die Juden getroffenen Maßnahmen. Die sind nun wirklich rigoros und umfassend. Auf diese Weise treiben wir die Juden in absehbarer Zeit aus Berlin heraus." (Fröhlich, I.3, S. 492)