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10.07.1940
Generalgouvernement
Besprechung zwischen Frank und Polizeichef Krüger.
Krüger berichtet über die neuen Projekte aus dem Reich zur "Judenfrage"
. "Danach werden künftig derartige Judenaussiedlungen aus dem Reich ins Generalgouvernement nicht mehr stattfinden. Auch die bereits vorgesehenen, im August beginnen sollenden Ausweisungen von Juden aus dem GG werden nicht mehr durchgeführt, da alle Juden einschließlich derjenigen des GG nach den Kolonien Afrikas überführt werden sollen, die die französische Regierung zu diesem Zweck an das Deutsche Reich ausliefern muß."
(Präg, S. 247-248)
Rumänien
Der Ministerrat beschließt, sämtliche Juden aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen.
12.07.1940
Generalgouvernement
Abteilungsleitersitzung.
Frank berichtet über eine Besprechung mit Hitler am 8. Juli. "Sehr wichtig ist auch die Entscheidung des Führers, die er auf meinen Antrag hin gefällt hat, daß keine Judentransporte ins Generalgouvernement mehr stattfinden. Allgemein politisch möchte ich dazu sagen, daß geplant ist, die ganze Judensippschaft im Deutschen Reich, im GG und im Protektorat in denkbar kürzester Zeit nach Friedensschluß in eine afrikanische oder amerikanische Kolonie zu transportieren. Man denkt an Madagaskar, das zu diesem Zweck von Frankreich abgetreten werden soll. (...) Ich habe mich bemüht, auch die Juden des GG dieses Vorteils teilhaftig werden zu lassen, sich auf neuem Boden ein neues Leben aufzubauen. Das wurde akzeptiert, so daß in absehbarer Zeit auch hier eine kolossale Entlastung gegeben sein wird."
(Präg, S. 251ff; IMT, PS-2233)