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16.07.1940
Frankreich
Entsprechend dem Beschluß der zuständigen Gauleitung, alle Juden aus dem annektierten Elsaß-Lothringen abzuschieben, werden in Colmar die Juden zusammengetrieben und über die Demarkationslinie gebracht.
18.07.1940
Frankreich
Von einigen Ausnahmen abgesehen darf niemand mehr ein öffentliches Amt innehaben, dessen Vater nicht Franzose war.
19.07.1940
Mitarbeiterbesprechung im Propagandaministerium
"Der Minister (Goebbels) gibt (...) seinen Entschluß kund, sofort nach Kriegsende sämtliche 62.000 in Berlin noch lebenden Juden innerhalb eines Zeitraumes von höchstens acht Wochen nach Polen schaffen zu lassen; solange die Juden in Berlin lebten, würde die Stimmung im Westen der Stadt stets durch sie beeinflußt bleiben. Herr Hinkel berichtet über den mit der Polizei bereits ausgearbeiteten Räumungsplan (...). Er soll vor allem dafür sorgen, daß Berlin an erster Stelle gesäubert wird (...). Erst nach Berlin sollen dann die anderen Judenstädte (Breslau usw.) an die Reihe kommen." (Boelcke I, S. 431)
Erlaß des Reichspostministers
Juden dürfen kein Telefon mehr haben; bis zum 30. September sind ihre Anschlüsse zu kündigen. Ausnahmen gelten für Konsulten, Krankenbehandler, Personen in privilegierten Mischehen sowie für jüdische Organisationen. (Walk, S. 325)
20.07.1940
Goebbels Tagebuch
"Mittags beim Führer (...). Wir besprechen noch vielerlei: daß man Gewohnheitsverbrecher vor dem Verbrechen und nicht danach unschädlich machen soll. Daß das unsere Juristen niemals verstehen werden. Daß die Juden auch dazu gehören und man mit ihnen kurzen Prozeß machen muß. Sie wirken sich sonst immer als Spaltpilze aus." (Fröhlich, I.4, S. 246)
22.07.1940
Frankreich
Gesetz über die Revision der Naturalisierung. Allen Personen, die erst nach 1927 die französische Staatsbürgerschaft erhalten haben, kann sie auf dem Verordnungsweg wieder entzogen werden.
23.07.1940
Der Reichswirtschaftsministers ordnet an, daß die "Arisierung"
jüdischer Gewerbebetriebe bis zum Jahresende abgeschlossen werden soll. (Walk, S. 325)