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09.04.1942
Generalgouvernement
Etwa 160 junge Juden aus Berlin werden aus dem Warschauer Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka abtransportiert.
Aus Wien geht ein Deportationszug mit rund 1.000 Menschen in das Lager Izbica bei Lublin ab.
11.04.1942
Serbien
Schreiben des Chefs des Verwaltungsstabes in Serbien, Turner, an SS-Obergruppenführer Karl Wolff.
"Schon vor Monaten habe ich alles an Juden im hiesigen Lande Greifbare erschießen und sämtliche Judenfrauen und Kinder in einem Lager (Sajmiste, Anm. d. Red. ) konzentrieren lassen und sogleich mit Hilfe des SD einen 'Entlausungswagen' angeschafft, der nun in etwa 14 Tagen bis 4 Wochen auch die Räumung des Lagers endgültig durchgeführt haben wird."
Der zur fahrenden Gaskammer umgebaute Wagen war im März 1942 im Lager eingetroffen. Am 9. Juni wurde dem RSHA mitgeteilt, die beiden Kraftfahrer hätten ihren "Sonderauftrag"
durchgeführt. Insgesamt wurden in Sajmiste 6. - 7.000 jüdische Menschen ermordet. (Benz, Dimension, S. 319-320)
13.04.1942
Slowakien/Auschwitz
Ein Transport aus Slowakien mit 634 jüdischen Männern und 443 Frauen kommt in Auschwitz an. Die Insassen werden als Häftlinge übernommen. (Czech, S. 197)
14.04.1942
Generalgouvernement
Dienstbesprechung in Krakau.
Frank faßt das Ergebnis zusammen: "Wir müssen zum mindesten so tun, wie wenn das Generalgouvernement eine Art Schutzbereich im großdeutschen Raum ist. Wir können den Kampf nicht etwa dadurch erledigen, daß wir für 16 Millionen Polen Nackenschüsse vollführen und damit das polnische Problem lösen. Solange die Polen leben, müssen sie für uns arbeiten und von uns in diesen Arbeitsprozeß eingeschaltet werden. In zunehmendem Maße spüre ich einen völligen Mangel an Verständnis und an aufrichtigem Wollen bei den Berliner Zentralstellen, sich ein Verständnis über die wirkliche Lage zu verschaffen. (...)
Die Meinung, daß man gleichzeitig weltpolitische Entscheidungen herbeiführen und weltanschauliche Kämpfe ausfechten kann, ist irrig. Wenn ich den Krieg gewinnen will, muß ich ein eiskalter Techniker sein; dann muß die Maschine des Krieges funktionieren. Die Frage, was ich einmal weltanschaulich-völkisch tun werde, muß ich auf die Zeit nach dem Krieg verschieben. Die Umsiedlungsmanöver im Wartheland sind uns als einer der gröbsten Verstöße gegen diesen Grundsatz noch in schreckensvoller Erinnerung." (Präg, S. 488-489)