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02.02.1942
Zur Reaktion der Bevölkerung auf Hitlers Rede vom 30. Januar 1942 heißt es in den Stimmungsberichten des SD u.a.: "Die erneute Anprangerung des Judentums und die Herausstellung des alttestamentarischen Satzes: 'Auge um Auge und Zahn um Zahn' wurden dahingehend gedeutet, daß der Kampf des Führers gegen das Judentum mit unerbittlicher Konsequenz zu Ende geführt und schon bald der letzte Jude vom europäischen Boden vertrieben werde."
(Meldungen aus dem Reich, S. 3235)
06.02.1942
Transport aus Wien mit rund 1.200 Menschen nach Riga.
Schreiben des Reichsjustizministers an die Generalstaatsanwälte
Juden, deren Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt angeordnet wird, sowie jüdische Strafgefangene, die während des Vollzuges geisteskrank werden und nicht zur Unterbringung in der psychiatrischen Abteilung einer Justizvollzugsanstalt geeignet sind, sollen regional in die Anstalten Görden bei Brandenburg, Tapiau, Wagner-von-Jauregg-Pflegeanstalt der Stadt Wien sowie Eglfing-Haar Obb. verbracht werden. (Adler, S. 244-245)
Beabsichtigt ist eine Konzentration als Vorbereitung zum Abtransport in ein Vernichtungslager oder einer anderen Mordstätte.
07.02.1942
Frankreich
Die deutschen Besatzungsbehörden verhängen gegen die Juden eine nächtliche Ausgangssperre; diese dürfen ihren Wohnsitz nicht mehr ändern.
Libyen/Italien
Die Internierung aller Juden der italienischen Nordafrika-Kolonie in zwei Lagern wird angeordnet; in Libyen lebten zu dieser Zeit annähernd 29.000 Juden. (Benz, Dimension, S. 208)