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16.03.1942

Bei einer Besprechung im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition wird mitgeteilt, daß die Konzentrationslager stärker als bisher für die Kriegsproduktion genutzt werden sollen. Ende des Monats sei ein größerer Zustrom von Häftlingen zu erwarten; Handwerker und verwandte Berufe sollen aussortiert und den für die Rüstungsindustrie arbeitenden Lagern zugeteilt werden. (Czech, S. 184-185)

17.03.1942

Generalgouvernement

Beginn der Massentötungen im Lager Belzec.
Insgesamt wurden dort über 600.000 Juden ermordet.

17.03. - 20.04.1942

Generalgouvernement

30.000 Juden werden aus Lublin nach Belzec deportiert oder in einem nahegelegenen Wald ermordet. Die Gemeinde zählt nur noch etwa 4.000 Mitglieder. Diese werden in das sog. Kleine Ghetto in einem Vorort Lublins gebracht, in dem unerträgliche Lebensbedingungen herrschen und ständige "Selektionen" und Razzien durchgeführt werden. (EdH, S. 906-907)

20.03.1942

Auschwitz

In einem umgebauten früheren Bauernhaus in Birkenau werden Gaskammern "in Betrieb genommen". Die zunächst ankommenden Juden aus Oberschlesien werden von der Ausladerampe am Güterbahnhof in Auschwitz direkt zu den Gaskammern gefahren oder getrieben, ohne daß eine "Selektion" stattfindet. Die Leichen der Ermordeten werden in Massengräbern verscharrt. Die zum Vergraben der Leichen eingesetzten Häftlinge werden durch Phenolspritzen getötet. (Czech, S. 186-187)

Frankreich

Das Auswärtige Amt teilt Eichmann mit, daß es gegen die geplante Deportation von 6.000 Juden aus Frankreich nach Auschwitz "keinen Einspruch" erhebt. (ADAP, Serie E, Bd. II, Nr. 56)

21.03.1942

Erlaß Hitlers

"Die Sicherstellung der für die gesamte Kriegswirtschaft, besonders für die Rüstung erforderlichen Arbeitskräfte bedingt eine einheitlich ausgerichtete, den Erfordernissen der Kriegswirtschaft entsprechende Steuerung des Einsatzes sämtlicher verfügbaren Arbeitskräfte einschließlich der angeworbenen Ausländer und der Kriegsgefangenen."

Zum Generalbevollmächtigten wird Fritz Sauckel, bis dahin Gauleiter von Thüringen, ernannt. Er untersteht Göring als Beauftragtem für den Vierjahresplan. Die Anweisungen an Sauckel besagen, daß ausländische Arbeitskräfte nach Möglichkeit als Freiwillige angeworben werden sollten; soweit das nicht ausreicht, soll zu Dienstverpflichtungen und Zwangseinziehungen gegriffen werden. (IMT, Bd. I, S. 274 und IMT RF-009)

Runderlaß des Reichsfinanzministers

Der Führer hat den Einsatzstab Rosenberg angewiesen, jüdisches Schrifttum sowie sonstige kulturelle und künstlerische Erzeugnisse jüdischen Schaffens zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen. Ihm ist daher über Material, das sich im dem Reich verfallenen Vermögen der Juden befindet, Anzeige zu machen. Grammophone und Platten sind nicht zu verkaufen, sondern dem Propagandaministerium zu überlassen. Nähmaschinen und mit Hand betriebene Maschinen sind nach Lodz (für die Ghetto-Betriebe) zu senden. Druckmaschinen sind der Wirtschaftsgruppe Druck in Berlin zu überführen. (Walk, S. 367)

23.03.1942

Generalgouvernement

700 Juden aus Tarnopol (Ukraine) werden von den Deutschen erschossen.