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16.04.1943
Auschwitz
Ein Transport mit österreichischen Zigeunern kommt in Auschwitz an; annähernd 1.850 Menschen werden in das Lager eingewiesen. (Czech, S. 470)
16. - 17.04.1943
Ungarn
Gespräche Hitlers und Ribbentrops mit dem ungarischen Staatschef Horthy.
Hitler: "Deutschland stehe heute moralisch gefestigt da, weil es die Juden entfernt habe, von denen auch die letzten innerhalb kurzer Zeit nach dem Osten verschwinden würden. (...) Wenn Deutschland heute unter den verbündeten Ländern das einzige Land sei, das innerlich völlig intakt dastehe, so sei dies nur deshalb der Fall, weil die jüdische Zersetzung unmöglich gemacht worden sei."
Horthy legt dar, daß Ungarn in dieser Frage erhebliche Schwierigkeiten habe, da es als kleines Land 200.000 Juden mehr auf seinem Gebiet habe als Deutschland vor 1933. Aus historischen Gründen sei die Rolle der Juden in Ungarn groß. Wirtschaftlich könne Ungarn die Juden nicht ersetzen. Außerdem gebe es in Ungarn eine ganze Anzahl von getauften Juden, "unter denen viele wertvolle Menschen seien. Er habe alles getan, was man anständigerweise gegen die Juden unternehmen könne, aber ermorden oder sonstwie umbringen könne man sie ja wohl nicht"
.
Hitler antwortet, "daß dies auch nicht nötig sei. Ungarn könnte genauso wie die Slowakei die Juden in Konzentrationslagern unterbringen."
Es bestünde ja auch die Möglichkeit, sie in Bergwerken arbeiten zu lassen. Sie müßten aber auf alle Fälle von jeder Einflußnahme in ihrem Gastland ausgeschaltet werden. (ADAP, Serie E, Bd. V, Nr. 315)
17.04.1943
Griechenland/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Saloniki werden etwa 3.000 Menschen nach Auschwitz eingeliefert. Nach der "Selektion" werden 467 Männer und 262 Frauen als Häftlinge registriert; etwa 2.270 Menschen werden in den Gaskammern ermordet. (Czech, S. 471)
Goebbels Tagebuch
"Der Führer gibt eine Anweisung heraus, in stärkstem Umfange jetzt die Judenfrage wieder in den Vordergrund unserer Propaganda zu stellen. Das entspricht durchaus meinen Ansichten und meinen vielfach an die Presse gegebenen Anweisungen, die leider nicht mit der Genauigkeit durchgeführt worden sind, wie ich das eigentlich gewollt hatte. (...)
Wir werden die antisemitische Propaganda so hochkitzeln, daß wie in der Kampfzeit das Wort 'Jude' wieder mit dem verheerenden Ton ausgesprochen wird, wie es ihm gebührt. Es muß soweit kommen, daß auch ein feindlicher Staatsmann sich an der Seite eines Juden gar nicht mehr zeigen darf, ohne sofort auch bei seinem eigenen Volke in den Geruch zu kommen, ein Judendiener zu sein." (Fröhlich II, Bd. 8, S. 114-115)
18.04.1943
Griechenland/Auschwitz
Ankunft eines Transports mit etwa 2.500 Menschen aus dem Ghetto von Saloniki in Auschwitz. 245 Frauen und 360 Männer werden als Häftlinge übernommen, die anderen 1.900 Menschen werden in den Gaskammern getötet. (Czech, S. 471)
Goebbels Tagebuch
"Daß wir, einer Anordnung des Führers gemäß, das Judenproblem in die Debatte geworfen haben, wirkt sich außerordentlich gut aus. Der Antisemitismus ist selbst in den Feindstaaten in rapidem Wachsen begriffen. Vor allem kommen solche Meldungen aus England. Wenn wir die antisemitische Frage mit Hochdruck weiter bearbeiten, so werden die Juden auf die Dauer arg in Mißkredit geraten. Man muß hier nur Zähigkeit und Beständigkeit bewahren; denn das Judenproblem ist so festgefroren, daß es sehr schwer ist, es wieder in Fluß zu bringen."
"Die Judenfrage in Berlin ist immer noch nicht ganz gelöst. Es befinden sich noch eine ganze Reihe von sogenannten 'Geltungsjuden', von Juden aus privilegierten Mischehen und auch von Juden aus Mischehen, die nicht privilegiert sind, in Berlin. Daraus entstehen eine Unmenge von außerordentlich schwerwiegenden Problemen. Jedenfalls veranlasse ich, daß alle Juden, die sich jetzt noch in Berlin befinden, einer erneuten Prüfung unterzogen werden. Ich möchte nicht, daß Juden noch mit dem Judenstern in der Reichshauptstadt herumlaufen. Entweder muß man ihnen den Judenstern nehmen und sie privilegieren oder sie im anderen Falle endgültig aus der Reichshauptstadt evakuieren. Ich bin der Überzeugung, daß ich mit der Befreiung Berlins von den Juden eine meiner größten politischen Leistungen vollbracht habe. Wenn ich mir vorstelle, wie Berlin im Jahre 1926 aussah, als ich hierher kam, und wie es im Jahre 1943 aussieht, nachdem die Juden endgültig evakuiert werden, dann kann ich erst ermessen, was auf diesem Gebiet geleistet worden ist." (Fröhlich II, Bd. 8, S. 123ff)
19.04.1943
Der Inspekteur für Statistik, Richard Korherr, legt im Auftrag Himmler eine interne Dokumentation zur "Endlösung der Judenfrage in Europa"
vor.
Vergleich der Zahl der Juden zur Zeit der NS-Regierungsübernahme mit dem Stand am 31.12.42: Altreich und Sudentenland 591.000/51.327. Österreich 220.000/8.102. Protektorat Böhmen und Mähren 118.000/15.550. Annektierte Ostgebiete (mit Bialystok) 790.000/233.210. Generalgouvernement 2 Millionen/297.914. Zusammen 3, 72 Mio./606.103.
Bei einem Anfangsbestand von 929.000 Menschen (Altreich, Österreich und Protektorat Böhmen und Mähren) verminderte sich (gegenüber 1933) die Zahl durch Auswanderung (und Vertreibung) um 557.357, durch den Sterbeüberschuß um 82.776 und durch Evakuierung (Deportation) um 217.748.
"Die Judenzahl des Altreichs hat sich inzwischen weiter von 51.327 am 31. Dezember 1942 auf 31.910 am 1. April 1943 vermindert. Unter diesen 31.910 Juden leben über die Hälfte, nämlich 16.668 in Mischehe, davon 12.117 in privilegierter und 4.551 in nicht privilegierter Mischehe."
21.659 Juden befanden sich zu Beginn des Jahres 1943 in "kriegswichtigem Arbeitseinsatz"
. "Dazu kommen in kriegswichtigem Arbeitseinsatz 18.435 sowjetrussische Juden im Inspekteurbereich Königsberg, 50.570 staatenlose und ausländische Juden im Lagereinsatz Schmelt (Breslau) und 95.112 ehemalige polnische Juden im Ghetto- und Lagereinsatz im Inspekteurbereich Posen."
Deportationen aus anderen europäischen Ländern (an erster Stelle bis zum Stichtag 31.12.41, an zweiter Stelle erstes Vierteljahr 1943):
Frankreich (soweit vor dem 10.11.42 besetzt): 41.911/7.995. Niederlande 38.571/13.832. Belgien 16.886/1.616. Norwegen 532/158.
Griechenland ---/13.435. Slowakei 56.691/854. Kroatien 4.927/---. Bulgarien ---/11.364. Aus den russischen Gebieten einschließlich der baltischen Länder 633.300/ ---. Zusammen 792.818/49.254.
"Die Verminderung des Judentums in Europa dürfte damit bereits an vier Millionen Köpfe betragen. Höhere Judenbestände zählen auf dem europäischen Kontinent (neben Rußland mit etwa vier Millionen) nur noch Ungarn (750.000) und Rumänien (302.000), vielleicht noch Frankreich. Berücksichtigt man neben dem angeführten Rückgang die jüdische Auswanderung und den jüdischen Sterbeüberschuß in den außerdeutschen Staaten Mittel- und Westeuropas, aber auch die unbedingt vorkommenden Doppelzählungen infolge der jüdischen Fluktuation, dann dürfte die Verminderung des Judentums in Europa von 1937 bis Anfang 1943 auf 4,5 Millionen zu schätzen sein. Dabei konnte von den Todesfällen der sowjetrussischen Juden in den besetzten Ostgebieten (d.h. RK Ostland und RK Ukraine) nur ein Teil erfaßt werden, während diejenigen im übrigen europäischen Rußland und an der Front überhaupt nicht enthalten sind. Dazu kommen die Wanderungsströme der Juden innerhalb Rußlands in den asiatischen Bereich hinüber. Auch der Wanderungsstrom der Juden aus den europäischen Ländern außerhalb des deutschen Einflußbereichs nach Übersee ist eine weitgehend unbekannte Größe.
Insgesamt dürfte das europäische Judentum seit 1933, also im ersten Jahrzehnt der nationalsozialistischen Machtentfaltung, bald die Hälfte seines Bestandes verloren haben. Davon ist wieder nur etwa die Hälfte, also ein Viertel des europäischen Gesamtbestandes von 1937, den anderen Erdteilen zugeflossen." (Poliakov/Wulf, S. 243-248)
Wartheland
Bericht des Leiters der Ghetto-Verwaltung von Lodz, Biebow, an den Bürgermeister von Lodz, Ventzki.
Die Ernährung der Juden habe jetzt einen Punkt erreicht, wo ein für die Wehrmacht schädlicher Produktionsrückgang drohe. In Geschäften und Fabriken, wo der 12-Stunden-Tag eingeführt wurde (in Tag- und Nachtschicht), brächen die Arbeiter, besonders die im Stehen arbeitenden, an ihren Plätzen zusammen. Zum Zeitpunkt der letzten "Evakuierung"
im September 1942 seien alle kranken und gebrechlichen Juden deportiert worden; dennoch habe die Sterblichkeit zwischen diesem Zeitpunkt und Ende März 4.658 betragen. Das Essen in den Gemeinschaftsküchen der Fabriken sei unzumutbar; es gebe keine Kartoffeln mehr. Kein jüdisches Arbeitslager oder Strafgefangenenlager komme auch nur annähernd mit dem gleichen niedrigen Verpflegungssatz aus. Dabei sei der Auftragsbestand des Ghettos um mindestens das 15fache höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Er bitte, in diesem Sinn mit den zuständigen Stellen in der Gauleitung zu sprechen. (Lodz, S. 242)
Generalgouvernement
Beginn der "Liquidierung"
des Warschauer Ghettos. Die eindringenden deutschen Polizeikräfte, die die Menschen zur Deportation zusammentreiben sollen, stoßen auf heftige bewaffnete Gegenwehr. Es beginnt der Kampf um das Warschauer Ghetto, der erst Mitte Mai vom deutschen SS- und Polizeigeneral Stroop für beendet erklärt wird.
Das Warschauer Ghetto war 1940 eingerichtet worden. Im Sommer 1942 waren mehr als 300.000 Menschen in das Vernichtungslager Treblinka deportiert worden. Im April 1943 lebten nur noch rund 60.000 Menschen im Ghetto.
19. - 30.04.1943
Internationale Politik
Eine von den USA und Großbritannien einberufene Konferenz auf der Insel Bermuda soll Rettungs- und Aufnahmemöglichkeiten für Juden und andere europäische Flüchtlinge diskutieren.
Richard Law, Vertreter des britischen Außenministeriums, legt dar, daß seine Regierung Verhandlungen mit Deutschland über die Freigabe von Juden, einen Austausch deutscher Staatsangehöriger gegen Juden und die Lieferung von Lebensmitteln für verfolgte Personen in Europa ablehnt. Die Alliierten könnten nicht die Verantwortung für 20-30 Millionen Menschen übernehmen, die eine Last für Hitler darstellten.
Ein US-amerikanischer Schiffahrts-Experte schließt für viele Monate die Nutzung alliierter Schiffe für den Transport von Flüchtlingen aus. Als (einzige) praktische Maßnahme errichten die USA Flüchtlingslager in Fedhala und Philippeville im französischen Marokko. Etwa 630 jüdische Flüchtlinge werden in Fedhala untergebracht; das andere Lager ist stärker belegt. Vertreter der Bewegung Freies Frankreich von de Gaulle widersetzen sich dem britischen Vorschlag, ein Flüchtlingslager auf Madagaskar zu errichten.
Britische Vertreter kündigen die Bereitschaft ihrer Regierung an, 29.000 jüdische Menschen in Palästina aufzunehmen, jedoch "aus Sicherheitsgründen"
nur Kinder und deren Begleiter. 4.000 jüdische Kinder könnten aus Bulgarien übernommen werden.
20.04.1943
Auschwitz
Aus Neudorf in Niederschlesien werden etwa 1.000 Juden nach Auschwitz eingeliefert. 299 Männer und 158 Frauen werden in das Lager übernommen, die anderen etwa 543 Menschen werden in den Gaskammern getötet.
Ein Transport mit Zigeunern kommt in Auschwitz an. 19 Frauen und Mädchen sowie 35 Männer und Jungen werden als Häftlinge registriert. (Czech, S. 472)
Niederlande
Ein Deportationszug mit 1.166 Menschen geht aus Westerbork zum Vernichtungslager Sobibor ab.
Rumänien
Vortragsnotiz des Legationsrats Wagner, Auswärtiges Amt.
Am 10.11.41 sei die deutsche Gesandtschaft in Bukarest angewiesen worden, der rumänischen Regierung mitzuteilen, "daß im Zuge der Abschiebung der Juden aus Deutschland auch Juden anderer europäischer Staatsangehörigkeit mit erfaßt werden sollen"
, um ihr Gelegenheit zu geben, ihre Staatsangehörigen rechtzeitig vorher zurückzuholen.
Am 13.11.41 habe Gesandter von Killinger mitgeteilt, Bukarest überlasse es der deutschen Seite, seine jüdischen Staatsangehörigen aus dem deutschen Machtbereich "nach dem Osten abzuschieben"
.
Am 8.2.43 habe das Auswärtige Amt einem Erlaß des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD zugestimmt, "demzufolge Juden rumänischer Staatsangehörigkeit den allgemeinen Judenmaßnahmen zu unterwerfen sind."
Inzwischen sei nach Auskunft des zuständigen Sachbearbeiters beim RSHA die Erfassung der rumänischen Juden (im deutschen Machtbereich) durchgeführt, und der Abtransport sei bereits zu einem erheblichen Teil erfolgt.
Am 12.4.43 jedoch habe die rumänische Regierung gefordert, alle Juden rumänischer Staatsangehörigkeit freizulassen und ihnen die Ausreise zu gestatten. Auf Initiative Ribbentrops sei daraufhin das RSHA angewiesen worden, sämtliche Maßnahmen gegen rumänische Juden zu stoppen. Doch werde dies nur noch in wenigen Fällen ein Ergebnis haben, "da eine Feststellung des Verbleibs der bereits zum Arbeitseinsatz in die Ostgebiete abtransportierten Juden und ihre Rückführung in das Reich (...) technisch undurchführbar"
sei. (ADAP, Serie E, Bd. V, Nr. 323)
21.04.1943
Niederlande
Ein Transport mit 295 Menschen verläßt Amsterdam mit Ziel Theresienstadt. Es handelt sich um deutsche Juden, von denen die meisten zuvor in Westerbork interniert waren: überwiegend im 1. Weltkrieg schwer verwundete und ausgezeichnete Soldaten mit ihren Frauen und ihren Kindern bis zu einer Altersgrenze von 15 Jahren.
Erlaß des Reichserziehungsministers
Gemäß Erlaß vom 2.7.42 werden jüdische Mischlinge zum Besuch in Fachschulen nur mit besonderer Erlaubnis des Ministers zugelassen. Nunmehr gilt dies auch für den Besuch von Abendkursen im Rahmen der Fachschulen. (Walk, S. 397)
22.04.1943
Griechenland/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Saloniki werden 2.800 Juden nach Auschwitz eingeliefert. 413 Frauen und 255 Männer werden als Häftlinge übernommen; die anderen 2.132 Menschen werden in den Gaskammern getötet.
Belgien
Aus dem Lager Malines kommt ein Transport mit 1.400 jüdischen Menschen - darunter 262 Kinder - in Auschwitz an. 245 Frauen und 276 Männer werden in das Lager eingewiesen; 879 Menschen werden gleich nach der Ankunft in die Gaskammern geschickt. (Czech, S. 474-475)
Slowakien/Ungarn
Gespräch Hitlers und Ribbentrops mit dem slowakischen Präsidenten Tiso.
Hitler klagt, "wie wenig Ungarn gegen die Juden unternommen habe. Er versuche alles, um eine europäische Front gegen den Bolschewismus zu errichten. Gleichzeitig aber erhebe sich die bolschewistische Gefahr auch im Innern verschiedener Länder, besonders in einem Staat wie Ungarn mit seinen zahlreichen Juden. Er ziehe es vor, eine Zeitlang wegen seiner Judenpolitik beschimpft zu werden und dann Ruhe zu haben, als dauernd in Unruhe zu leben. Wenn in den ungarischen Auswärtigen Ausschuß vier Juden und in den Finanzausschuß zwei Juden hineingewählt werden konnten, so könne man feststellen, daß Ungarn in seiner Judenpolitik weiter zurück sei als alle anderen Staaten, selbst Frankreich eingeschlossen."
Auf die Bemerkung Tisos, aufgrund des Verschwindens der Juden aus Slowakien gebe es in der Armee und im Volk keinerlei Kampfmüdigkeit, stimmt Hitler zu "und bezeichnete die Juden als einen Krankheitserreger, den man vom gesunden Volkskörper fernhalten müsse. In Deutschland ergäbe sich dies mit aller Klarheit aus dem Unterschied zwischen der Lage in den Jahren 1917/18, wo von Juden geförderte Munitionsstreiks ausgebrochen seien, und der heutigen Lage."
(ADAP, Serie E, Bd. V, Nr. 338)
Italien/Griechenland
Aufzeichnung des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, von Weizsäcker.
Der italienische Geschäftsträger Baldoni habe ihm eine Notiz übergeben, "die sich auf die Behandlung der Juden unzweifelhaft italienischer oder wahrscheinlich italienischer Staatsangehörigkeit bezieht. Herr Baldoni betonte die Dringlichkeit der Sache insbesondere hinsichtlich der vorläufigen Sistierung des Abtransports von Juden der genannten zweiten Kategorie."
- Die Italienische Regierung hoffe, "daß wir auch bezüglich Griechenlands dasselbe Verfahren einer Einigung durch die deutsche Botschaft in Rom einschlagen werden, das wir hinsichtlich der Juden in den sonst von Deutschland besetzten Gebieten geübt haben."
(ADAP, Serie E, Bd. V, Nr. 333)
23.04.1943
Generalgouvernement
SS- und Polizeigeneral Stroop erhält von Himmler den Befehl, "die Durchkämmung des Ghettos (Warschau) mit größter Härte und unnachsichtlicher Zähigkeit zu vollziehen. Ich entschloß mich deshalb, nunmehr die totale Vernichtung des jüdischen Wohnbezirkes durch Abbrennen, ohne Rücksicht auf die Rüstungsbetriebe, vorzunehmen. Es wurde systematisch ein Betrieb nach dem anderen geräumt und anschließend durch Feuer vernichtet."
(Aus dem Stroop-Bericht, IMT, PS-1061)
Auschwitz
Ein Transport mit österreichischen Zigeunern kommt in Auschwitz an. 49 Frauen und Mädchen sowie 57 Männer und Jungen werden in das Lager eingewiesen. (Czech, S. 475)