CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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24.02.1944

Auschwitz

30 Zigeuner aus dem Reichsgebiet werden nach Auschwitz eingeliefert und als Häftlinge übernommen. (Czech, S. 729)

25.02.1944

Auschwitz

Aus Wien werden 41 Juden nach Auschwitz eingeliefert; vier werden in das Lager eingewiesen, 37 in den Gaskammern getötet. (Czech, S. 729)

Niederlande

Ein Zug mit 811 Menschen aus dem Lager Westerbork geht nach Theresienstadt ab. Darunter sind 308 portugiesische Juden, von denen ein großer Teil erst Anfang Februar aus Amsterdam nach Westernbork geschafft worden war.

Tagebuchaufzeichnung von Goebbels über eine Rede Hitlers auf einer Gauleiter-Tagung am Vortag

"Und wie die Juden in Deutschland niedergeschlagen worden seien, so würden sie in der ganzen Welt niedergeschlagen werden. Was wir im Kampf um die Macht hinter uns gebracht hätten, das hätten die Feindländer noch vor sich; aber, so betont der Führer, was die Juden in Deutschland schon hinter sich hätten, das hätten sie auch in England und Amerika noch vor sich. Die Rede wird von riesigen Beifallsstürmen unterbrochen." (Fröhlich II, Bd. 11, S. 384)

26.02.1944

Ostoberschlesien/Auschwitz

Aus Sosnowiec werden 64 Juden nach Auschwitz eingeliefert. 10 Männer werden als Häftlinge übernommen, die anderen 54 in den Gaskammern ermordet.

Italien

Ankunft eines Zuges mit 650 jüdischen Menschen aus dem Lager Fossoli in Auschwitz. Nach der "Selektion" werden 95 Männer und 29 Frauen als Häftlinge registriert; die anderen 526 Menschen werden in den Gaskammern getötet.

Aus dem Lager in Lamsdorf werden 84 sowjetische Kriegsgefangene nach Auschwitz überstellt; 18 von ihnen werden sofort erschossen. (Czech, S. 730)

29.02.1944

Auschwitz

163 zum Tode verurteilte polnische Häftlinge werden in einer Gaskammer getötet. (Czech, S. 731)

WELTKRIEGSEREIGNISSE

26.- 28.02.1944

Rumänien/Ungarn

Besuch Marschall Antonescus im Führerhauptquartier. Hitler will wissen, ob Rumänien bereit wäre, ein militärisches Vorgehen Deutschlands gegen Ungarn "im Fall eines Verrats" (d.h. bei Anzeichen für einen Ausstieg aus dem Krieg) zu unterstützen. Antonescu stimmt Hitlers Wunsch, Rumänien möge in diesem Fall seine territorialen Forderungen an Ungarn zurückstellen, nicht zu.

Hitler ordnet nach dieser Besprechung an, die Vorbereitungen für "Margarete I" (deutscher Einmarsch nach Ungarn) zu beschleunigen und die für "Margarete II" (eine ähnliche Aktion gegen Rumänien) einzustellen, da dazu politisch kein Anlaß mehr bestehe. (KTB, Bd.7, S.214-215)