CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

Funktionen für die Darstellung

Schriftgröße:
Darstellung:

Seitenpfad

08.11.1944

Ungarn

Die von Eichmann organisierten "Todesmärsche" ungarischer Juden nach Hegyeshalom und zur österreichischen Grenze beginnen. Es sollen täglich 2.000 Menschen "zum Arbeitseinsatz im Reich" in Marsch gesetzt werden.

12.11.1944

Ungarn

Juden, die "Schutzbriefe" oder befristete Pässe neutraler Länder besitzen, müssen in besonders gekennzeichnete "geschützte Häuser" umziehen.

13.11.1944

Ungarn

Telegramm Veesenmayers an das Auswärtige Amt.

"Evakuierung Budapester Juden verläuft ungeachtet technischer Schwierigkeiten wie vorgesehen. Nach Mitteilung SS-Obersturmbannführers Eichmann sind bis heute rund 27.000 marsch- und arbeitseinsatzfähige Juden beiden Geschlechtes in das Reichsgebiet in Marsch gesetzt worden. Es wird mit einem Restkontingent von noch rund 40.000 arbeitsfähigen Juden gerechnet, die in Tagesraten von 2.-4.000 abtransportiert werden. In besonderem Stadtteil zusammengefaßt werden danach an nicht arbeitsfähigen einschließlich Kindern in Budapest schätzungsweise 120.000 Juden verbleiben, über deren endgültige Bestimmung noch nicht entschieden ist, jedoch maßgeblich von Ermöglichung Gestellung Transportmittel abhängig ist." (ADAP, Serie E, Bd. VIII, Nr. 298)

Die ungarische Regierung ordnet die Konzentration aller Juden Budapests - sofern sie nicht im Besitz von "Schutzbriefen" oder ausländischen Pässen sind - in einem Ghetto im Zentrum der Stadt an. Die Umsiedlung ist bis zum 2. Dezember weitgehend abgeschlossen.

15.11.1944

Ungarn

Antwort des ungarischen Außenministeriums auf die rumänische Note vom 7. November.

Die nordsiebenbürgischen Juden würden nicht deportiert, sondern zum Arbeitsdienst eingesetzt. Sie sollten keineswegs vernichtet werden; sie würden gut behandelt und ernährt. Gleiches gelte für die Angehörigen der rumänischen Volksgruppe. (Braham, Destruction II, Nr. 355)