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24.06.1943
Ostoberschlesien/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Srodula, dem Krankenhaus in Sosnowiec sowie aus dem Ghetto Kamionka in Bendsburg/Bedzin werden etwa 1.600 Menschen nach Auschwitz eingeliefert. Nur 19 Männer und 6 Frauen werden als Häftlinge registriert; 1.575 Menschen werden in den Gaskammern ermordet. (Czech, S. 527)
Aus Wien geht ein Transport mit 150 jüdischen Menschen nach Theresienstadt ab.
25.06.1943
Auschwitz
Fertigstellung des Krematorium III mit Gaskammern für die Ermordung von jeweils 6.000 Menschen.
Frankreich
Ankunft eines Deportationszugs mit 1.018 jüdischen Menschen aus dem Lager Drancy in Auschwitz. Nach der "Selektion"
werden 217 Frauen und 383 Männer in das Lager eingewiesen; die anderen 418 Menschen werden in den Gaskammern getötet.
Ostoberschlesien
Aus dem Ghetto in Bendsburg/Bedzin werden 2.500 Menschen nach Auschwitz eingeliefert und direkt in die Gaskammern getrieben. (Czech, S. 528-529)
Generalgouvernement
Die Deutschen "liquidieren"
das Ghetto von Tschenstochau (Südwestpolen), in dem nur noch wenige Menschen leben. Die jüdische Kampfgruppe des Ghettos versucht, bewaffneten Widerstand zu leisten. In den vorangegangenen Monaten hatten die Deutschen schon 250 Kinder und alte Menschen ermordet. In Tschenstochau hatten vor dem deutschen Überfall auf Polen etwa 28.500 Juden gelebt. (EdH, S. 1433-1434)
26.06.1943
Generalgouvernement/Auschwitz
Aus dem KL Lublin (Majdanek) werden 626 jüdische Frauen und 426 Männer, die als geeignet für die Verrichtung von Schwerstarbeit ausgesucht wurden, nach Auschwitz eingeliefert. (Czech, S. 531-532)
29.06.1943
Auschwitz
Ankunft eines Transports mit 346 jüdischen Menschen aus Berlin in Auschwitz. 117 Männer und 93 Frauen werden als Häftlinge registriert, die anderen 136 Menschen werden getötet. (Czech, S. 533-534)
Niederlande
Aus Westerbork geht ein Deportationszug mit 2.397 jüdischen Menschen zum Vernichtungslager Sobibor ab.
30.06.1943
Generalgouvernement
Bericht des SS- und Polizeiführers im Distrikt Galizien, Katzmann, über die "Lösung der Judenfrage"
.
1931 seien in Galizien rund 500.000 Juden gezählt worden. Von den Judenräten des Distrikts sei Ende 1941 die Zahl 350.000 angegeben worden, doch sei diese zweifellos zu niedrig. Allein in Lemberg hätten im Sommer 1941 rd. 160.000 Juden gelebt.
Seit April 1942 sei mit der "Aussiedlung"
begonnen worden. "Als der Höhere SS- und Polizeiführer (des Generalgouvernements, Krüger) mit seiner Polizeiverordnung über die Bildung von Judenwohnbezirken vom 10.11.1942 noch einmal generell in die Judenfrage eingriff, waren bereits 254.989 Juden aus- bezw. umgesiedelt.
Mit der weiteren Anweisung des Höheren SS- und Polizeiführers, nunmehr die beschleunigte Gesamtaussiedlung der Juden durchzuführen, waren nochmals umfangreiche Arbeiten notwendig, um die Juden zu erfassen, die nunmehr noch vorerst in den Rüstungs-Betrieben zurückgelassen werden durften. Die so verbleibenden Juden wurden zu Arbeitshäftlingen des Höheren SS- und Polizeiführers erklärt und entweder in den Betrieben oder in eigens dazu errichteten Lagern kaserniert. Für Lemberg selbst wurde am Stadtrand ein Großlager errichtet, in dem zZt. 8.000 jüd. Arbeitshäftlinge einsitzen."
"In der Zwischenzeit wurde die weitere Aussiedlung energisch betrieben, sodaß mit Wirkung vom 23.6.43 sämtliche Judenwohnbezirke aufgelöst werden konnten. Der Distrikt Galizien ist damit, bis auf die Juden, die sich in den unter Kontrolle des SS- und Polizeiführers stehenden Lagern befinden (insgesamt 21.156 Menschen), judenfrei. Die noch vereinzelt aufgegriffenen Juden werden von den jeweiligen Ordnungspolizei- und Gendarmerieposten sonderbehandelt. Bis zum 27.6.43 waren insgesamt 434.329 Juden ausgesiedelt." (IMT, L-018)