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11.01.1940

Generalgouvernement: Dienstbesprechung Krakau

Aus dem Generalgouvernement werden mit dem Ende der durch Engpässe begründeten zeitweiligen Transportsperre (ab 15. Januar) täglich zehn Züge mit je 1.000 polnischen Arbeiterinnen und Arbeitern ins Reich fahren.
Bei der "Umsiedlungsaktion", d.h. der gewaltsamen Massenabschiebung von Juden und Polen aus den annektierten polnischen Westgebieten ins Generalgouvernement, "müsse vermieden werden, daß sie in diesem brutalen Stil weitergeführt wird wie bisher, da sonst zu befürchten sei, daß sich die Leute nicht mehr freiwillig für das Reich melden, und weil auch die Möglichkeit des Einsatzes dieser Leute im Reich durch die Art der Umsiedlung beeinträchtigt werde." (Präg, S. 85)

12.01.1940

Generalgouvernement

Im Psychiatrischen Krankenhaus in Chelm bei Lublin erschießen Angehörige der deutschen Sicherheitspolizei alle 420 Patienten.

15.01.1940

Generalgouvernement: Dienstbesprechung in Krakau

"Präsident Spindler weist auf die außerordentlichen Ausgaben hin, die durch die Judenzwangsarbeit entstehen. Der Aufbau dieser Einrichtung sei auf 90 Millionen veranschlagt. Es seien 4 Konzentrationslager geplant. Wenn diese Ausgabe in Wegfall käme und auch die Ausgaben für Straßenbauten nicht in der von der Wehrmacht geforderten Höhe gemacht werden müßten, könnte der Etat ausgeglichen werden.

Der Herr Generalgouverneur (Frank) betont, daß die Einsetzung eines Betrages in der genannten Höhe für die Zwecke der Judenzwangsarbeit nicht in Frage komme. Was die Straßenbauten anbelange, so müsse die Wehrmacht die Kosten tragen, wenn sie Straßen bauen wolle." (Präg, S. 88)