CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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Juni 1942

Die Zulassung von "Halbjuden" zum Hochschulstudium wird auf wenige Ausnahmefälle beschränkt.

Beginn der "Aktion 1005", ausgelöst durch ein Schreiben des Gestapochefs Heinrich Müller an Unterstaatssekretär Luther vom Auswärtigen Amt, nachdem dieser ein anonymes Schreiben übermittelt hatte, in dem über die mangelhafte Beseitigung der Leichen im Wartheland geklagt wurde.

Leiter der "Aktion 1005" wird SS-Standartenführer Paul Blobel. In einer ersten Phase, zwischen Sommer 1942 und Sommer 1943, werden die Leichen in den Vernichtungslagern der "Aktion Reinhard" (Belzec, Treblinka, Sobibór), in Chelmno und in Auschwitz ausgegraben und verbrannt. In einer zweiten Phase, ab dem frühen Juni 1943, beginnt die Auflösung der Massengräber in den besetzten Gebieten der UdSSR. Bei den Arbeiten werden Gefangene, hauptsächlich Juden, eingesetzt, die nach Abschluß ermordet werden. (EdH, S. 10ff)

Juni-August 1942

Belgien

In sieben Gruppen werden insgesamt 2.252 Juden aus Brüssel, Charleroi und Lüttich zur Zwangsarbeit deportiert, in erster Linie für die "Organisation Todt" zum Bau von Festungsanlagen an der nordfranzösischen Küste; außerdem für andere Bauprojekte der Wehrmacht sowie in Textil- und Waffenfabriken.