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24.03.1943
Griechenland/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Saloniki kommt ein Zug mit etwa 2.800 Menschen in Auschwitz an. Nach der "Selektion"
werden 584 Männer und 230 Frauen in das Lager eingewiesen; fast 2.000 Menschen werden unmittelbar in die Gaskammern geschickt.
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit Zigeunern in Auschwitz an. 128 Frauen und Mädchen sowie 133 Männer und Jungen werden als Häftlinge registriert. (Czech, S. 449)
25.03.1943
Frankreich
Abfahrt eines Deportationszugs zum Vernichtungslager Sobibor.
Griechenland/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Saloniki werden 1.901 Menschen nach Auschwitz eingeliefert. 236 Frauen und 459 Männer werden als Häftlinge registriert; mehr als 1.200 Menschen werden in den Gaskammern ermordet.
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit 54 Zigeunern in Auschwitz an. (Czech, S. 450)
Jugoslawien/Bulgarien
Der zweiter Zug mit makedonischen Juden, 2.402 Menschen, verläßt Skopje und kommt am 1. April in Treblinka an. (Benz, Dimension, S. 327)
26.03.1943
Auschwitz
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit 54 Zigeunern in Auschwitz an. (Czech, S. 451)
Rundbrief Sauckels an die Präsidenten der Landesarbeitsämter
"Im Einvernehmen mit mir und dem Herrn Reichsminister für Bewaffnung und Munition (Speer) hat der Reichsführer-SS (Himmler) aus Gründen der Staatssicherheit die bisher im freien Arbeitsverhältnis tätigen nicht lagermäßig eingesetzten Juden Ende Februar von ihren Arbeitsplätzen abgezogen und einem geschlossenen Einsatz zugeführt oder zur Fortschaffung zusammengezogen. Um die Schlagartigkeit dieser Maßnahme nicht zu gefährden, habe ich von einer vorherigen Unterrichtung abgesehen und nur diejenigen Landesarbeitsämter in Kenntnis gesetzt, in deren Bezirken in größerer Zahl freie jüdische Arbeitskräfte eingesetzt waren.
Um eine Übersicht über die Auswirkungen dieser Maßnahme auf den Arbeitseinsatz zu gewinnen, bitte ich Sie, mir nach dem Stand vom 31.3.1943 zu berichten, in welchem Umfange Juden aus dem Arbeitsprozeß herausgezogen worden sind und hierfür eine Ersatzgestellung durch andere Arbeitskräfte notwendig wurde." (Adler, S. 228-229)
27.03.1943
Auschwitz
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit Zigeunern in Auschwitz an. 263 Frauen und Mädchen sowie 251 Männer und Jungen werden in das Lager eingewiesen. (Czech, S. 451)
28.03.1943
Auschwitz
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit Zigeunern in Auschwitz an. 192 Frauen und Mädchen sowie 160 Männer und Jungen werden als Häftlinge registriert. (Czech, S. 452)
29.03.1943
Auschwitz
Ein Transport mit 37 polnischen Zigeunern kommt in Auschwitz an. (Czech, S. 452)
Jugoslawien/Bulgarien
Der dritte Zug mit makedonischen Juden, 2.404 Menschen, verläßt Skopje und kommt am 5. April in Treblinka an.
30.03.1943
Griechenland/Auschwitz
Aus dem Ghetto in Saloniki werden 2.501 Menschen nach Auschwitz eingeliefert. Nach der "Selektion"
werden 312 Männer und 141 Frauen als Häftlinge registriert; die anderen 2.048 Menschen werden in den Gaskammern getötet.
Aus dem Reichsgebiet kommt ein Transport mit 67 Zigeunern in Auschwitz an. (Czech, S. 453)
Aus Wien geht ein Transport mit rund 100 Menschen nach Theresienstadt ab.
Niederlande
Ein Zug mit 1.255 jüdischen Menschen geht aus Westerbork ab. Ziel ist das Vernichtungslager Sobibor.
31.03.1943
Auschwitz
Das mit einer Gaskammer verbundene Krematorium II ist fertiggestellt. In der unterirdisch angelegten Gaskammer können bis zu 3.000 Menschen auf einmal getötet werden. (Czech, S. 455)
Wartheland
Aus dem Ghetto in Sieradz kommt ein Transport mit etwa 1.000 Menschen in Auschwitz an. 240 Männer und 24 Frauen werden als Häftlinge übernommen, die anderen etwa 736 Menschen werden in den Gaskammern ermordet.
Generalgouvernement
Aus dem Ghetto und Arbeitslager in Ostrowiec-Swietokrzyski (südlich von Radom) werden etwa 3.000 Juden nach Auschwitz eingeliefert und in der Gaskammer des neuerbauten Krematoriums II getötet.
Ein Transport mit Zigeunern aus Wien und dem Lager Lackenbach kommt in Auschwitz an. 256 Frauen und Mädchen sowie 182 Männer und Jungen werden in das Lager übernommen. (Czech, S. 455-456)
31.03. - 01.04.1943
Bulgarien
Gespräch des deutschen Außenministers Ribbentrop mit dem bulgarischen König Boris.
Der König sagt, er habe seine Zustimmung zur "Abschiebung nach Osteuropa"
bisher nur für die Juden aus den annektierten Gebieten Makedonien und Thrakien gegeben. "Von den Juden aus Bulgarien selbst wolle er nur eine geringe Zahl bolschewistisch-kommunistischer Elemente abschieben lassen, die übrigen ca. 25.000 Juden hingegen im Lande in Konzentrationslagern zusammenfassen lassen, weil er sie dort für den Straßenbau benötige."
Ribbentrop erwidert, "daß nach unserer Auffassung in der Judenfrage die radikalste Lösung die allein richtige sei."
(ADAP, Serie E, Bd. V, Nr. 273)