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25.02.1939
Geheimerlaß Himmlers
Es müssen alle Anstrengungen gemacht werden, um die Auswanderung von Juden zu fördern.
a) Um die Auswanderung bedürftiger Juden zu ermöglichen, ist eine Auswanderungssteuer von wohlhabenden jüdischen Auswanderern zu erheben. Zur Zeit ist die Einziehung der Steuer den jüdischen Kultusvereinigungen (Gemeinden) auferlegt. Mit der Errichtung der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland wird ihr die Eintreibung der Steuer übertragen.
b) Die Aushändigung der Pässe ist zurückzustellen, bis der Auswanderungswillige eine Bestätigung beibringt, daß er die Steuer und seine sonstigen Schulden bei der Reichsvereinigung gezahlt hat. (Walk, S. 284)
28.02.1939
Im Reichsinnenministerium findet eine Besprechung statt, "wie die Dienstleistung der Juden im Kriegsfalle zu regeln sei"
"Ministerialrat Dr. Loesener führte aus, daß die Juden kolonnenmäßig, getrennt von den deutschblütigen Arbeitskräften zu beschäftigen sind. Sie dürften sich in erster Linie für eine Verwendung bei Straßenbauten und Beschaffung des hierfür erforderlichen Materials (Steinbrucharbeiten) eignen. Infolge des großzügigen Straßenbauprogrammes des Führers und der besonderen Inanspruchnahme des gesamten Straßennetzes im Kriege ist an eine Beschäftigung sämtlicher arbeitsfähiger Juden mit dieser Art von Arbeiten zu denken."
Es wurde entschieden, dafür nur wehrtaugliche Männer zwischen 18 und 55 Jahren heranzuziehen. (Aly/Heym, Vordenker, S. 41)