CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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24.04.1941

Generalgouvernement

Die Juden dürfen das Ghetto von Lublin nicht mehr verlassen, sofern sie nicht zu den außerhalb des Ghettos eingesetzten Arbeitskolonnen gehören oder einen speziellen Passierschein haben.

Luxemburg

Besprechung bei Eichmann im RSHA, u.a. über Möglichkeiten, die "Auswanderung" aus Luxemburg zu beschleunigen. Die Zahl der noch in Luxemburg lebenden Juden wird mit 947 angegeben, von denen 350 auswanderungswillig und zum Teil (100 Personen) schon im Besitz der nötigen Papiere seien. Zwischen Ende April und Mitte Oktober, als die Auswanderung generell gestoppt wird, können noch etwa 250 Juden emigrieren.

25.04.1941

"Verordnung über die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin und der Hauptstadt der Bewegung, München"

Räume, die aus einem Mietverhältnis mit einem jüdischen Mieter frei geworden sind oder frei werden, hat der Vermieter unverzüglich zu melden. Die erstmalige Wiedervermietung der frei gewordenen oder frei werdenden Räume ist genehmigungspflichtig. Für die Wiedervermietung an einen Mieter, der im Zuge der Neugestaltung der Reichshauptstadt seine Wohnung räumen muß und im Besitz eines Mietberechtigungsscheins ist, gilt die Genehmigung als erteilt. Einem Juden steht ein jüdisches Unternehmen gleich. (RGBl I, S. 219f)

26.04.1941

Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Die Reichsvereinigung wird angewiesen, ihre Schulen in großen Städten zu konzentrieren und die Zwergschulen aufzulösen. Für Privatunterricht wird keine Genehmigung mehr erteilt. (Walk, S. 340)

30.04.1941

Erlaß des Reichswirtschaftsministers

Die Ausnahmebehandlung von ausländischen Staatsangehörigen bei der Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben war schon früher hinsichtlich der Staatsangehörigen der Feindländer und der durch die deutschen Truppen besetzten Länder fortgefallen; sie ist nunmehr auch für slowakische, rumänische und ungarische (jüdische) Staatsangehörige aufzuheben. (Walk, S. 340)

WELTKRIEGSEREIGNISSE

24.04.1941

Bulgarien besetzt Thrakien (Nordgriechenland)

24.04.- 29.04.1941

Räumung Griechenlands durch die britische Flotte. Am 29. April sind auch der Peloponnes und alle griechischen Inseln mit Ausnahme Kretas in deutscher oder italienischer Hand.

27.04.1941

In Nordafrika dringen deutsche und italienische Truppen über die ägyptische Grenze vor und erobern am 28. April Sollum.

30.04.1941

Militärische Besprechung in der Reichskanzlei. Hitler legt den Beginn des Angriffs auf die UdSSR auf den 22. Juni fest. Die Heeresleitung schätzt die Kriegsdauer auf bis zu vier Wochen; danach sei nur noch mit geringem Widerstand zu rechnen.