CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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24.02.1942

Hitler fehlt erstmals bei der Feier des Jahrestags der NSDAP-Gründung in München; er läßt seine Ansprache dort nur verlesen.

"Heute haben die Gedanken unserer nationalsozialistischen und die der faschistischen Revolution große und gewaltige Staaten erobert, und meine Prophezeiung wird ihre Erfüllung finden, daß durch diesen Krieg nicht die arische Menschheit vernichtet, sondern der Jude ausgerottet werden wird. Was immer auch der Kampf mit sich bringen, oder wie lange er dauern mag, dies wird sein endgültiges Ergebnis sein. Und dann erst, nach der Beseitigung dieser Parasiten, wird über die leidende Welt eine lange Zeit der Völkerverständigung und damit des wahren Friedens kommen." (Domarus, S. 1844)

27.02.1942

Heydrich verschickt den neuen Lagebericht über die Tätigkeit der Einsatzgruppen in der UdSSR.

"Es wird angestrebt, das Ostland möglichst vollständig von Juden zu säubern. Die Erschießungen werden überall so durchgeführt, daß sie in der Öffentlichkeit kaum bemerkt werden. In der Bevölkerung und selbst bei den zurückgebliebenen Juden ist vielfach die Überzeugung verbreitet, daß die Juden lediglich umgesiedelt worden sind.

Estland ist bereits judenfrei. In Lettland wurde die Zahl der in Riga verbliebenen 29.500 Juden auf 2.500 verringert. In Dünaburg leben noch 962 Juden, die für den Arbeitseinsatz dringend erforderlich sind.

In Litauen wurden das flache Land und die kleinen Städte vollständig von Juden gesäubert. Dies war neben grundsätzlichen Erwägungen besonders vordringlich, weil kommunistische Elemente, insbesondere Terrorgruppen und Kreise der polnischen Widerstandsbewegung, Verbindungen zu den Juden aufnahmen. (...)
In Litauen befinden sich nunmehr noch in Kauen (Kaunas/Kowno) 15.000, in Schaulen (Siauliai) 4.500 und in Wilna weitere 15.000 Juden, die ebenfalls für den Arbeitseinsatz benötigt werden.

In Weißruthenien ist die Säuberung von Juden im Gange. Die Zahl der Juden in dem bisher der Zivilverwaltung übergebenen Teil beläuft sich auf 139.000 Juden. 33.210 Juden wurden inzwischen von der Einsatzgruppe (...) erschossen." (IMT, PS-3876)