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10.01.1942
Schreiben des Auswärtige Amts an das RHSA
Aufgrund des deutschen Drängen haben sich die Regierungen von Rumänien, Kroatien und Slowakien damit einverstanden erklärt, "daß ihre in Deutschland lebenden Juden gemeinsam mit den deutschen Juden in die Ghettos nach dem Osten abgeschoben werden."
Bisher habe nur die slowakische Regierung ihren Anspruch auf das Vermögen dieser Juden angemeldet. "Die anderen beiden Regierungen werden jedoch in absehbarer Zeit wahrscheinlich im gleichen Sinne vorstellig werden. Es wird daher gebeten, das Vermögen der rumänischen, kroatischen und slowakischen Juden sicherzustellen."
(ADAP, E, Bd. I, Nr. 108; Steinberg, S. 263)
11.01.1942
Aus Wien geht ein Deportationszug mit rund 1.000 Menschen nach Riga ab.
12.01.1942
Goebbels fordert in seiner Mitarbeiterkonferenz, daß an Juden weder im Abonnement noch an Kiosken Zeitungen verkauft werden dürfen. Ein entsprechendes Verbot wird am 17. Februar erlassen. (Boelcke II, S. 223)
13.01.1942
Die Regierungsvertreter von neun Ländern unter deutscher Besetzung geben in London eine gemeinsame Erklärung gegen die deutschen Verbrechen ab. Die Bestrafung der Schuldigen und Veranwortlichen sei eines ihrer wesentlichen Kriegsziele. (Unterzeichnet von den Exilregierungen der Niederlande, Jugoslawiens, Luxemburgs, Belgiens, Griechenlands, Norwegens, Polens, der Tschechoslowakei und von de Gaulles Französischem Nationalkomitee)
14.01.1942
Niederlande
Zur Vorbereitung der Deportationen beginnen die Deutschen, die Juden aus den Dörfern und Kleinstädten zu entfernen und in Amsterdam zu konzentrieren. Staatenlose Juden werden im KL Westerbork interniert.