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Januar/Februar 1944

Italien

Errichtung des deutschen Konzentrationslagers San Sabba bei Triest.

Von Triest gingen 22 Deportationszüge mit politischen Gefangenen und Juden, die im Gebiet Triest, Gorizia, Friuli, Fiume (Rijeka) und Istrien verhaftet worden waren, ab. Nach der Schließung des Lagers Fossoli Anfang August 1944 wurden auch die in Venedig und Padua festgenommenen Juden nach San Sabba gebracht. (Benz, Dimension, S. 207)

01.02.1944

Niederlande

Ein Transport mit 908 jüdischen Menschen aus dem Lager Westerbork geht in das KL Bergen-Belsen ab.

02.02.1944

Italien/Auschwitz

Aus Triest wird eine unbekannte Anzahl jüdischer Menschen nach Auschwitz eingeliefert. Vier Männer und eine Frau werden als Häftlinge registriert, die Anderen werden in den Gaskammern ermordet.

Aus dem Frauenlager Birkenau werden nach einer "Selektion" 800 Häftlinge in die Gaskammern geschickt. (Czech, S. 718-719)

03.02.1944

Auschwitz

247 jüdische Häftlinge aus dem Nebenlager Neu-Dachs werden in den Gaskammern von Birkenau getötet. (Czech, S. 719)

06.02.1944

Frankreich/Auschwitz

Aus Drancy werden 1.214 Juden nach Auschwitz eingeliefert. 49 Frauen und 166 Männer werden als Häftlinge übernommen, die anderen 999 Menschen werden in den Gaskammern getötet.

Italien

700 in Mailand und Verona verhaftete jüdische Menschen  werden nach Auschwitz eingeliefert. 97 Männer und 31 Frauen werden in das Lager übernommen, die anderen 572 Menschen werden in den Gaskammern getötet. (Czech, S. 720)

07.02.1944

Ungarn

Note der ungarischen Botschaft in Berlin an das Auswärtige Amt.

Ungarn akzeptiert im Prinzip die "Vorschläge" des AA (s. 12.1.44), fordert aber eine Erleichterung der Erteilung von Ausreisegenehmigungen und Transitvisas. Die betroffenen Juden sollten schnellstmöglich freigelassen werden. (Braham, Destruction I, Nr. 36)

WELTKRIEGSEREIGNISSE

05.02.1941

UdSSR

Die sowjetische Armee, unterstützt von Partisanenkräften, befreit Rowno (Nordwestukraine). Von vor dem Krieg 25.000 jüdischen Menschen befinden sich nur noch einige Dutzende Überlebende in der Stadt. (EdH, S. 1248)