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19.12.1939
Goebbels Tagebuch
"Meine Stellung zur Judenfrage im Kriege wird vom Führer gebilligt. Er will die Halbjuden jetzt ganz aus der Wehrmacht heraushaben. Sonst gibt das dauernd 'Fälle'."
(Fröhlich, I.3, S. 670)
20.12.1939
Generalgouvernement
Dienstbesprechung Franks."Unter anderem wurde dem Generalgouverneur die Tatsache der Beschwerde der Regierung der Sowjetunion darüber mitgeteilt, daß aus dem Generalgouvernement immer wieder Juden in die Sowjetunion von amtlichen Organen des Deutschen Reiches abgeschoben werden."
Frank läßt dem verantwortlichen Abteilungsleiter für die Polizei und den SD, Krüger, mitteilen, "daß jede derartige Aktion auch künftig völlig zu unterbleiben habe. Die Beschwerde der Sowjetunion ist völlig ernst zu nehmen, und es muß unter allen Umständen vermieden werden, daß durch derartige Aktionen das notwendige freundschaftliche Verhältnis zwischen der Sowjetunion und Deutschland getrübt würde."
(Präg, S. 82)
29.12.1939
Generalgouvernement
Oberregierungsrat Gschließler von der Abteilung Arbeit beim Generalgouverneur meldet dem Distriktsgouverneur von Krakau, daß in dessen Distrikt in der Zeit vom 14. bis zum 20. Dezember zwanzig Transporte mit über 25.000 Polen und Juden angekommen seien. Die meisten "Umsiedler"
seien zwei bis drei Tage lang in ungeheizten Viehwagen transportiert worden, die während der Fahrt überhaupt nicht geöffnet wurden. Allein aus dem letzten Transport nach Krakau mußten über 100 Personen wegen Erfrierungen in ärztliche Behandlung genommen werden. Die Transporte waren zumeist ohne jede Verpflegung, oft auch ohne Möglichkeit zur Aufnahme von Trinkwasser, gelassen worden. (Adler, S. 115)