CHRONOLOGIE des HOLOCAUST

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29.02.1940

Rede Himmlers vor Gauleitern und anderen Parteifunktionären

"Wir müssen zum mindesten in den Provinzen, die jetzt zu Deutschland gehören, sehen, daß das Problem einer polnischen Minderheit zu unserer Zeit aufgelöst und ausgerottet wird. Das Problem muß ausgerottet werden. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, und die polnische Nationalität und das polnische Volk muß nach zwei Seiten hin aufgelöst werden." (Nämlich auch durch zwangsweise "Eindeutschung" von Teilen der polnischen Bevölkerung)

"Es war am Anfang notwendig, daß wir (...) in einer sehr harten Form durchgegriffen haben. (...) Wir mußten zunächst dem Gegner seine führenden Köpfe nehmen, das waren die Leute im Westmarkverband, in den aufständischen Verbänden, das war die polnische Intelligenz. Die mußten weg, da half nun nichts."

Nach dem Krieg wolle man mehrere Millionen Deutsche aus Südosteuropa, aus Kanada, den USA, aus Südamerika u.a. in die "Ostgebiete" holen, um ein Volk von 100 Millionen Menschen zu bilden. "Jetzt aber bitte ich, daß an diese Frage nirgends gerührt wird, also daß wir überhaupt die Frage nicht anschneiden, denn wir könnten in meinen Augen politisch jetzt auf dem Balkan nicht die geringste Unruhe brauchen. Da muß absolute Ruhe, absoluter Stillstand sein."

"Ich habe in diesem Jahr höchstens noch vor - unter der Voraussetzung, daß das ganze Jahr Krieg ist -, daß ich an die Auswanderung der Juden gehe, soweit es zahlenmäßig erträglich ist. Dies hängt wieder von der Ernährungsmöglichkeit im Generalgouvernement ab und damit von der Aufnahmefähigkeit des Generalgouvernements und außerdem von der Transportlage. (...) Die neuen Provinzen haben rund 600.000 Juden. Vor allem Lodz hat 300.000, das Altreich und die Ostmark und der Sudetengau haben noch rund 400.000 Juden und Judenmischlinge ersten Grades."

"Ich will die eine Sache erwähnen, weil Sie sie wahrscheinlich hören werden, damit hier keine falschen Hoffnungen erweckt werden. In einem einzigen Gau habe ich Juden in das Generalgouvernement aus dem Altreich überführt. Das ist aus dem Gau Pommern, und zwar deswegen, weil Pommern für die Baltendeutschen und vor allem auch für die alten Baltendeutschen keinen Platz mehr hatte. Deswegen mußte ich hier räumen. Für andere Gaue kommt es nicht in Frage. Also keine falschen Hoffnungen, meine Herren, denn zunächst war das ja auch nur eine Maßnahme, die durch eine augenblickliche Notlage erforderlich war. (...)

Zunächst muß ich versuchen, aus den Ostprovinzen, Posen und Westpreußen, Ostoberschlesien und Süd-Ostpreußen, aus den vier Provinzen die Juden herauszubringen. Das ist die erste Maßnahme. Dann kommt das Altreich, dann wird das Protektorat kommen. Auch hier will ich die 150.000 Juden, die im Protektorat sind, einmal heraustun.

Eine Frage für sich sind die Zigeuner. Die will ich, wenn es geht, noch in diesem Jahr heraustun. Es sind im ganzen Reich 30.000, die aber rassisch einen sehr großen Schaden anrichten. Vor allem in der Ostmark sind es sehr viele."

"Ich stelle mir vor, daß wir unbarmherzig in der Siedlung sind, denn diese neuen Provinzen müssen germanische, blonde Provinzen Deutschlands werden, müssen nationalsozialistische Provinzen werden. (...) Was machen wir mit den Millionen von sogenannten Einheimischen, also der sogenannten Mischbevölkerung von Westpreußen und von Posen, was machen wir mit denen? Ich stelle mir vor, daß wir hier rein nach rassischen Prinzipien an die Frage herangehen. Im Frieden wird es möglich sein, eine rassische Auslese und eine rassische Siebung dieses Gesamtvolkes durchzuführen."

Ein Teil werde "eindeutschungsfähig" sein. "Ein anderer Teil wird so sein, daß man sagt, kommt gar nicht infrage, das sind ganz klare Mongolen, Mongolenmischlinge und Hunnen. Die kommen in das Generalgouvernement." (Geheimreden, S. 115ff)